Ifa-Filmstudio/Volkspark Schönholzer Heide - Berühmte Drehorte - Go Berlin

Heute finden sich kaum noch Hinweise auf die bewegte Vergangenheit des Parks. So ist von der Gaststätte Schloss Schönholz, die an der Stelle eines früheren Gutshauses errichtet und ab 1921 vom Filmproduzenten Robert Meinert als Atelier genutzt wurde, nichts mehr übrig. Im Sommer 1928 wurde in dem Studio der Internationale Film A.G. (Ifa) Filmgeschichte geschrieben: mit dem ersten deutschen Tonfilm „Ein Tag Film“. Regisseur Max Mack nutzte dabei die schon 1919 patentierte Technik Tri-Ergon. Nachdem der Film zunächst am 12. September 1928 im Mozartsaal im Neuen Schauspielhaus am Nollendorfplatz vorgeführt wurde, fand die offizielle Uraufführung am 11. Oktober desselben Jahres in Frankfurt/Main statt. Schon einen Monat später musste die Ifa allerdings Konkurs anmelden und das Atelier aufgeben. Dieses war dann während des Zweiten Weltkrieges auch untrennbar mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte verbunden: Ab 1940 wurden in dem ehemaligen Studio sowie in neu errichteten Baracken und einem Bunker ausländische Zwangsarbeiter eingesperrt, die für die Bergmann Elektrizitätswerke in Wilhelmsruh, die Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken AG in Borsigwalde und die Argus Motoren Gesellschaft in Reinickendorf arbeiten mussten. Ein Ehrenhain für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft sowie das Sowjetisches Ehrenmal Schönholz erinnern heute an diese Zeit des sogenannten „Luna-Lagers“ (nach dem kurzeitig Luna-Park benannten Areal). (GO.Berlin)