Ehemaliger Flughafen Tempelhof (Tempelhofer Feld) - Berühmte Drehorte - Go Berlin

Die Haupthalle des ehemaligen Flughafens Tempelhofs zählt zu den größten und längsten Gebäuden Europas. Klar, dass solch ein Koloss auch ein beliebtes Filmmotiv ist. Nicht zuletzt eignet sich die Monumentalarchitektur der zwischen 1936 und 1941 errichteten Halle als Kulisse für Filme mit konkretem Bezug zur Zeit des Nationalsozialismus. Eine ganze Reihe von Produktionen führte ihr Drehplan im Laufe der Jahrzehnte an diesen besonderen Ort. Billy Wilder, selbst 1945 als amerikanischer Soldat in Berlin stationiert, nutzte den Flughafen gleich zweimal als Set: für „Eine auswärtige Affäre“ (1948) und „Eins, zwei, drei” (1961), wobei die auf dem Rollfeld spielenden Szenen im Studio aufgenommen wurden. Als Studiokulisse ist der Flughafen auch in „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989) und „The Good German – In den Ruinen von Berlin“ (2006) zu sehen, was die historische Bedeutung des innerstädtischen Areals untermauert. Schließlich gehört der 1923 eröffnete Flughafen zu den ersten der Welt. 1948/49 wurde er zudem zum Symbol der Luftbrücke, als amerikanische „Rosinenbomber“ während ihres Landeanflugs Süßigkeiten für Kinder abwarfen und die berühmten Care-Pakete für die eingeschlossenen Berliner zunächst hierher brachten. Nach seiner Schließung 2010 ist das Gelände unter dem Namen Tempelhofer Freiheit auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Radfahrer, Skater, Kite-Surfer, Grill-Picknicker, aber auch so manche Kameramänner lassen sich hier nun regelmäßig blicken. (GO.Berlin)