Scheunenviertel - Sightseeing - Go Berlin

Der Spitzname der eigentlichen Spandauer Vorstadt verweist auf die Zeit, als außerhalb der Stadtmauer leicht brennbare Materialien in Scheunen gelagert wurden. Im Zuge der Industrialisierung, Anfang des 19. Jahrhunderts, wurde das Quartier zwischen Rosenthaler-, Tor- und Münzstraßezum Armenviertel, da Wohnraum hier billig war. Ende des 19. Jahrhunderts kamen immer mehr aus Osteuropa vor Diskriminierung und Armut geflohene Juden hinzu. Das Scheunenviertel wurde zum Zentrum ost-jüdischen Lebens. Judenverfolgung, Holocaust und die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg vernichteten das Viertel. Was übrig blieb, ließ die DDR-Regierung verkommen. Pläne, das gesamte Quartier zu sprengen, wurden nur durch den Fall der Mauer verhindert. Glücklicherweise: In den letzten Jahren ist die Gegend rund um die Volksbühne mit ihren engen Gassen zum Szeneviertel avanciert.