Deutscher Bundestag - Sightseeing - Go Berlin

Täglich stehen Scharen von Menschen an, um die gläserne Kuppel zu besteigen – Highlight der von Norman Foster geplanten umfassenden Umbaumaßnahmen des historischen Gebäudes zum hochfunktionalen Sitz des Deutschen Bundestages. 1884 bis '94 wurde das Gebäude als Parlamentssitz errichtet, die Giebel-Inschrift „Dem deutschen Volke“ stammt aus dem Jahr 1916, zwei Jahre bevor Philipp Scheidemann hier die Republik ausrief. Am 27. Februar 1933 brannte das Gebäude – bis heute ist nicht klar, wer den Brand gelegt hat. Den Nazis allerdings kam er sehr zu pass, da sie ihn ihren politischen Gegnern in die Schuhe schieben konnten. Am 30. April 1945 hissten Rotarmisten die sowjetische Fahne auf der Ruine, ihre frühen Siegergrafittos sind heute unter Acryllack zu bewundern. Der Künstler Christo erfüllte sich 1995 einen lange gehegten Traum erfüllen: Er verpackte den Reichstag in 100 000 Quadratmeter Glitzerstoff. Seit diesem „Summer of Love“, den Berliner und Touristen auf den Reichstagswiesen Tag und Nacht feierten, hat das Gebäude gewaltig an Charme gewonnen. Ein Tipp: Wer den Reichstag von innen sehen und sich die Wartezeiten sparen möchte, sollte entweder schwanger sein, einen Kinderwagen oder einen Rollstuhl dabeihaben (gesonderter Einlass), oder sich zu einer Führung anmelden (siehe auch: Stadterkundung).