Alexanderplatz - Sightseeing - Go Berlin

Nirgendwo zeigen sich die historischen Brüche Berlins so sehr wie am Alexanderplatz, dem früheren Zentrum der „Hauptstadt der DDR“. Bereits in den 20er Jahren begann die neue Zeit mit modernen Bürohäusern. Alfred Döblin inspiriert das quirlige Leben in den alten engen Gassen ringsum zu seinem Roman „Berlin Alexanderplatz“. 1927 drehte Walter Ruttmann auf dem Alex den Film „Sinfonie einer Großstadt“. Nach dem zweiten Weltkrieg ließ die DDR das Viertel komplett umgestalten. Angelehnt an den Roten Platz in Moskau entstanden ein zentraler Kundgebungsort sowie der Berliner Fernsehturm. Etliche historische Gebäude wurden hierfür abgerissen. Flankiert wurde der Platz von mehreren Hochhäusern, wie dem ehemaligen Interhotel, dem Haus des Reisens und dem Haus des Lehrers. Als beliebter Treffpunkt dient bis heute die Weltzeituhr von Erich John. Leider scheiterten die Stadtplaner an der Aufgabe, dem Platz ein neues, schönes Gesicht zu geben. Neubauten wie das Einkaufszentrum Alexa oder die Mitte wirken wenig anheimelnd. Das runde Dutzend geplanter Mega-Hochhäuser wurden bislang nicht gebaut. Nicht wenige Berliner sind froh darüber.