Wildpark - Kulturelles - Go Berlin

Potsdam ist wahrlich nicht unterversorgt, wenn es um schöne Parks und historische Gärten geht. Da ist natürlich Schloss Sanssouci mit seinem nach barockem Vorbild gestalteten Park, dann gibt es noch den später im englischen Stil von Lenné angelegten Neue Garten – beides Unsesco-Weltkulturerbe. Nicht ganz so bekannt ist der Wildpark, der zum "Lennè'schen Verschönerungs-Plan der Umgebung von Potsdam" aus dem Jahre 1833 zählt. Er geht westlich vom Neuen Palais los und stellt den Übergang des höfischen Parks von Sanssouci zur Havel-Landschaft dar. Ein Teil diente Friedrich Wilhelm IV als Jagdrevier. Heute führen zahlreiche Wege, die durch die sanft hügelige Landschaft. Man spaziert man durch den Wald, immer wieder kommt man an alten Alleen entlang, knorrige Eichen und Buchen wechseln sich mit hochgeschossenen Kiefern ab. Bewirtschaftet wird eines der drei von Persius gebauten Forsthäuser, die Alte Försterei am Südtor. So schön das Gebäude ist, es verwundert doch, dass es unter dem Motto ist Südtirol steht und man in der Stube mit Volksmusik traktiert wird. Der Apfelstrudel aber schmeckt einwandfrei, Fiaker und Einspänner mit Julius-Meinl-Kaffee ebenso. (zitty)