Plastinarium - Kulturelles - Go Berlin

Leonardo da Vinci musste sich noch heimlich nachts in Leichenhallen schleichen, um seine Neugier auf die Beschaffenheit des menschlichen Körpers zu stillen. Seither hat die anatomische Wissenschaft - und mit ihr die Medizin - enorme Fortschritte gemacht. Entscheidenden Anteil daran hatte die Technik der Präparation. Die hat der Arzt Gunther von Hagens in den 70er Jahren weiter entwickelt, als er die Plastination erfand, bei Körper bzw. Körperteile nicht mehr in Konservierungsflüssigkeit gelagert werden müssen. Die Technik ermöglicht die spektakulären „lebensechten“ Arrangements von toten Menschen und Tieren, die in der Körperweltenshow zu sehen sind. Die dient weniger dem wissenschaftlichen Fortschritt, als der allgemeinen Sensationslust. Geschmacklos oder spannend? Das muss jeder selbst entscheiden. Viele spenden jedenfalls schon zu Lebzeiten ihre Körper, um eines Tages von von Hagens unsterblich gemacht zu werden. (zitty)