Untersee - Freizeittipps - Go Berlin

Auf halbem Wege von Berlin nach Hamburg liegt in der Ostprignitz das kleine Städtchen Kyritz. Zu ihrem Beinamen „an der Knatter“ kam die Stadt einst wegen des Geklappers der Mühlen, das schon aus der Ferne an die Ohren der Besucher drang. Im Mittelalter war die Mühlenstadt Kyritz ein wichtiges Handelszentrum, zu Beginn des 19. Jahrhunderts entdeckten dann Berliner Sommerfrischler die Gunstlage des von Wäldern umgebenen Untersees. Er bildet zugleich den südlichen Teil der Kyritzer Seenkette. Umschlossen von dichten Kiefernmischwäldern verstecken sich um seine flussartige Wasserfläche viele reizvolle Badeplätze. In Bantikow, an der Ostseite des Sees, gibt es eine Badestelle mit großer Liegewiese, in Kyritz und Wusterhausen seien die beiden Strandbäder empfohlen. Die rekonstruierte Kyritzer Badeanstalt in der „Berliner Ecke“ wurde schon im Jahre 1921 errichtet. Neben einem großen Sandstrand verheißt sie Badegästen aller Altersgruppen mit Sprungtürmen und Rutschen ein erfülltes Badevergnügen. Der größte Anziehungspunkt für Besucher aber ist seit jeher die Unterseeinsel, die in der Mitte des Sees zwischen dem Kyritzer und dem Bantikower Ufer liegt. Seit dem 7. Jahrhundert soll auf der Insel eine slawische Burg gestanden haben – bis 1157 Albrecht der Bär die Slawen besiegte und die Insel einnahm. Als dann viel später ein Gastwirt hier einen Ballsaal eröffnete, erhielt das kreisrunde Eiland schnell den Beinamen „Liebesinsel“. Heute wartet am gleichen Ort ein Inselrestaurant mit regionaler Küche und Fischspezialitäten auf. Eine Fähre verkehrt von Mai bis Oktober mehrmals täglich ab Kyritz oder Bantikow. Wer die gesamte Länge des Untersees ermessen möchte, mag dem Ufer begleitenden Wanderweg folgen oder sich an Deck eines Dampfers begeben. Von Wusterhausen aus geht die Rundfahrt über den Untersee, vorbei an der Insel und Kyritz bis nach Stolpe, wo den Gast im Waldkanal ein einzigartiges kleines Naturparadies erwartet. ()