Strehlesee & Bauersee - Freizeittipps - Go Berlin

Knapp zwei Kilometer vom rauschenden Verkehr der Berlin-Prenzlauer Autobahn entfernt, liegen inmitten der Prendener Bauernheide der Strehlesee und der Bauersee. Beide haben sich ihren stillen Charakter bewahrt. Diese Lage wussten wohl auch DDR-Strategen zu schätzen, die für den Kriegsfall in der nahen Umgebung eine unterirdische Kommandozentrale der Partei- und Staatsführung einrichten ließen. Von der Landstraße aus sieht man kurz vor der Ortseinfahrt nach Prenden zur Linken bereits das Wasser des Strehlesees durch einen dichten Waldsaum schimmern. Im Frühjahr breitet sich auf seiner Fläche ein Seerosenteppich aus, der dem weichen und trüben Wasser sowohl Sauberkeit als Fischreichtum bescheinigt. Von Badelustigen und Anglern gleichermaßen geschätzt, ist die leicht abschüssige Waldbadestelle in der Mitte des Ostufers an warmen Sommertagen gut besucht. Angelkarten gibt es beim Prendener Fischer zu kaufen, für Motorboote ist der See allerdings gesperrt. Nicht weit entfernt liegt der „Prendener Teufelsstein“, ein etwa 600 Zentner schweres Souvenir der Eiszeit. Vielleicht war es aber auch der Teufel persönlich, der den dicken Gneisstein hierher brachte, um ihn nach den Glocken der Prendener Kirche zu werfen. Ihr Geläut war nämlich das schönste weit und breit und verursachte dem Satan heftige Ohrenschmerzen. Zum Glück verfehlte er jedoch sein Ziel, sodass auch die hübsche Dorfkirche mit ihrem Renaissancealtar weiterhin zu besichtigen ist. Vor dem Ortsausgang Richtung Ruhlsdorf führt rechter Hand ein Sandweg zum Ufer des Bauersees. Seine als „Goldener Strand“ bezeichnete Wiesenbadestelle findet man am besten zu Fuß. Die fremd anmutenden Gebäude am Wegesrand sind Überrest eines ehemaligen DDR-Fleischkombinats. Heute liegt der verfallende Industriekomplex brach, wovon die Reinheit des Wassers und die natürliche Waldumgebung des Sees profitieren. ()