Schwarzer See - Freizeittipps - Go Berlin

Zwischen Märkischer Schweiz und Oderbruch erstreckt sich die scheinbar wasserarme Hügelgegend des einstigen Bistums Lebus. In Wald- und Feldsäumen eingebettet jedoch fädelt sich vom Städtchen Seelow bis zur Gemeinde Georgenthal eine Perlenschnur reizvoller Seen aneinander. Von touristischen Ausflüglern blieb sie nahezu unberührt. Das ist umso erstaunlicher, weil die Bundesstraßen 1 und 5 den Lauf der 15 Kilometer langen Endmoränenseenkette umschließen. Am südlichen Beginn der Wasserader liegt die Gemeinde Falkenhagen, die von fünf Seen – Gabelsee - Schmielensee - Schwarzer See - Burgsee - Mühlenteich – umschlossen wird. Das Dorf gilt als eine der ältesten Siedlungen im Raum des früheren Bistums. Falkenhagen und als Ziel für einen Badeaufenthalt am Schwarzen See wie auch als Ausgangspunkt für Erkundungen zu Fuß oder mit dem Rad durch die reizvolle Hügellandschaft. Ausgeschilderte Wanderrouten führen teils durch Mischwälder an den Seeufern (z.B. über 5,5 km rund um den Burgsee), teils durch landwirtschaftlich genutzte Flächen rund um die Seenkette. Ausgehend vom „Schweizerhaus“ lässt sich der Schwarze See auf einem 3 Kilometer langen, abwechslungsreichen Rundweg umwandern. Die erste Badestelle ist nach 300 Metern erreicht. Die hohen Uferbäume weichen vom See zurück, als hätten sie einer Wiese Platz machen wollen, die sich sowohl für eine kurze Rast als auch für ein Verweilen in der Sonne vor der glitzernden Wasseroberfläche eignet. Der fortlaufende, leicht erhöht gelegene Wanderpfad begleitet das Ostufer. Dabei passiert er die umwucherten bunkerartigen Gebäude und Ruinen des zwischen 1939 und 1945 errichteten Rüstungsbetriebes „Muna Ost/Seewerk, Falkenhagen“. Bald gibt der Wanderweg die Höhe auf, um als naturlehrender Holzstieg eine Brücke zwischen dem Schmielensee und dem Schwarzen See zu schlagen. Unter dem Laubdach alter Eichen ist nach wenigen Minuten die eigentliche Dorfbadestelle erreicht – ein gepflegter Wiesen- und Sandstrand vor der Kulisse einer kleinen Waldinsel und unter Schatten spendenden Erlen, Weiden und Rubinien. Selbst an heißen Sommerwochenenden bewahrt der Badeplatz am klaren und bis zu 16 Meter tiefen Wasser seinen dörflichen Charakter, da sich nur selten städtische Ausflügler hierher verirren. Und das, obwohl nur 200 Meter entfernt, aber dennoch auf einer Anhöhe vor dem Blick der Badenden verborgen, eine große Sportanlage mit Tennis- und Minigolfplatz liegt. ()