Ruhlesee und Blauer See - Freizeittipps - Go Berlin

Auch der Ruhlesee ist eigentlich eine Kiesgrube gewesen. Linker Hand am Dorfausgang von Ruhlsdorf füllt er zwei bis zu sieben Meter tiefe Becken, die durch eine schmale bewaldete Landzunge fast vollständig voneinander getrennt sind. Ihr klares Wasser erlaubt Sichttiefen bis zu drei Metern. Noch bis in die 1950er Jahre hinein wurde hier gebaggert, dann begann nach dem Einlaufen des Wassers und der anschließenden Renaturierungsphase die Umwidmung des neu entstandenen Sees in ein Ferien- und Freizeitparadies. Seit 1990 gibt es hier, entstanden aus einer in den 1970er Jahren angelegten Bungalowsiedlung, das Jugendferiendorf „Dorado“, dessen Anlage jedoch auch Tagesbesuchern offen steht. Der etwa 250 Meter lange Sandstrand trennt die Wasserfläche von dem zurückgesetzten Kiefernwald. Am südlichen Ufer verteilt sich der helle Sand über eine Länge von etwa 500 Metern. 1999 kam eine weitere Attraktion hinzu: der Wasserskilift. Über eine Strecke von 920 Metern zieht die uferbegleitende Zugbahn die um Balance bemühte menschliche Fracht. An den weiter entfernten Uferabschnitten bleibt der Ruhlesee zwar von den Geräuschen dieses Freizeit-Eldorados verschont, auf zahlreiche Badegäste sollte man bei schönem Wetter jedoch eingerichtet sein. Auf dem Weg nach Eiserbude liegt in einem dichten Mischwald das kleinste der Kiesgrubengewässer – der Blaue See. Er ist von der Straße aus schwer auszumachen, da die Bäume nur an einer Stelle von seinen Ufern zurückweichen. An dieser Lichtung befindet sich die kleine Badestelle des Sees. Auch diese Grube aus den 1930er Jahren diente – wie die anderen der Kiesseen – ursprünglich der Baustoffgewinnung. Eine Feldbahnlinie transportierte die sandige Baumasse zum nahen Finowkanal, von dort aus ging es auf Lastkähnen in Richtung Spree und Hauptstadt. Heute befindet sich der Blaue See in Privatbesitz, ist jedoch öffentlich zugänglich. ()