Obersee bei Lanke - Freizeittipps - Go Berlin

Das Nordufer des Obersees war in DDR-Sommern ein bei Ostseereisenden als erfrischender Zwischenstopp äußerst beliebter Ort. Heute verhindern zwar die Leitplanken der Autobahn die schnelle Zufahrt, den Besucherzahlen scheint dies jedoch keinen Abbruch getan zu haben. Denn trotz eines dauerhaften Geräuschpegels verteilen sich im Sommer zahlreiche Badegäste überall dort um die Seeufer, wo sich handtuchbreit zwischen Bäumen genügend Platz bietet. Die beliebtesten Ufernischen liegen an der von der Sonne beschienenen Nordseite hinter der öffentlichen Badestelle. Hier herrscht zudem die meiste Ruhe, da es keine direkte Zufahrt für PKWs gibt. Auch Angler schätzen den See und seinen Fischreichtum, müssen sich jedoch in der warmen Jahreszeit die Wasserfläche mit dem Badevolk teilen. Die beiden Hotelgaststätten am östlichen Seeufer und die kleine öffentliche Badestelle sind im Stile alt hergebrachter Ausflugsziele angelegt und scheinen ihren Ursprung in der Zeit vor 100 Jahren zu haben, als die Großstädter die Umgebung Lankes und den See für ihre Erholung entdeckten. Eine Zeit übrigens, zu welcher der See selbst noch recht jung war: Denn wie die Chronik vermerkt, wurde der Obersee erst Ende des 19. Jahrhunderts auf Betreiben einer Brauerei künstlich angestaut. Heute lässt der klare, bis zu neun Metern tiefe See nicht vermuten, dass einst statt seiner nur ein breiteres Fließ durch die waldige Landschaft vom Liepnitzsee zum Hellsee plätscherte. Vielmehr steigert seine Lage in unmittelbarer Nähe des Dorfes Lanke den Reiz der Landschaft. In Lanke selbst steht übrigens ein wunderschönes Schloss, eines der letzten in der Mark Brandenburg, deren französischer Renaissancestil noch erhalten ist. ()