Liepnitzsee - Freizeittipps - Go Berlin

Die Zeiten, als der See noch ein geheimer Ausflugstipp war, den man nur tuschelnd weitergab, liegen weit zurück. Heute ist das klare Gewässer eines der beliebtesten Ausflugs- und Badeziele nördlich von Berlin. Und dennoch: Obwohl er an Sommertagen von Radfahrern und Spaziergängern geradezu umschwirrt wird, verweigert der Liepnitzsee sich den Bedingungen des Massentourismus. Im Wechsel von steilen Hängen und flachwelligen Wäldern umschlossen, bleiben seine Ufer mangels größerer Sandstrände und Dauersonnenplätze vom Getümmel sonntäglichen Badetreibens verschont. Hinzu kommt, dass etliche Abschnitte des Sees unter Naturschutz stehen. Der einzige Sandstrand befindet sich auf der Südseite. Man erreicht ihn entweder über die Waldpfade, die von Wandlitz aus an den „Heiligen drei Pfühlen“ vorbeiführen, oder aus der Bernauer Richtung kommend. Auch auf der gegenüberliegenden Uferseite befindet sich eine kleine, im Grün versteckte Badeanstalt. Bei Ützdorf liegt in einigem Abstand zum Wasser ein Campingplatz. Den Charakter dieses Badereviers prägen jedoch die um den gesamten See verteilten Waldnischen, die neben dem Zugang zum Wasser gerade genügend Platz für eine Decke, einen Picknickkorb und deren Besitzer bieten. Sie vermitteln Besuchern trotz enger Nachbarschaft zueinander das Gefühl, ungestört die Atmosphäre des Sees genießen zu können. Von überall her fällt dabei der Blick auf den vom Wasser umschlossenen „Großen Werder“. Diese Insel, deren höchster Punkt der etwa 72 Meter hohe Kiesberg ist, wird heute von Dauercampern besiedelt, ist aber auch beliebtes Ziel von Schwimmern und Besuchern, die mit der kleinen Fähre kommen. Auch hier gibt es gute Chancen, selbst an heißen Sommertagen noch ein abgeschiedenes Plätzchen zu finden. ()