Liebenberger See - Freizeittipps - Go Berlin

Wer das Berliner Stadtgebiet über die B1 vorbei an den gewerblichen Ansiedlungen von Vogelsdorf in östlicher Richtung verlässt, wird kaum vermuten, dass sich nach wenigen Kilometern rechter Hand das Wald- und Seengebiet Grünheides eröffnet. Von Spree und Löcknitz durchflossen, gehört dieses kiefernreiche Waldgebiet zum Berliner Urstromtal. Vom Dorfkern Kagel mit seinen fünf umliegenden Seen führt eine befestigte Straße vorbei am Bauernsee nach Kienbaum. Schon nach wenigen hundert Metern beginnt das Gewässer des langen und schmalen Liebenberger Sees. Sein Südufer wird von einer ununterbrochenen Reihe genutzter und maroder Gebäude und Sportanlagen abgeschirmt. Vor 1989 war das an die Windungen des Sees angepasste Gelände ein Ressort für trainierende DDR-Spitzensportler, heute untersteht es dem Bundesleistungszentrum. Entlang der betonierten Straße sucht man daher vergeblich nach zugänglichen Badstellen. Am Ende des Sees, in Kienbaum, wendet sich jedoch das Blatt: Die Straße gabelt sich nach rechts in Richtung Dorfmitte und nach links um die nördliche Spitze des Sees. Von hier an wird das Ufer nur noch von Baumgruppen und kleinen Feldern gesäumt. Ein unbefestigter, aber befahrbarer Wald- und Feldweg führt von der Straße abgehend am Nordufer des Sees entlang. Hier laden kleine Badenischen und an schönen Tagen die wärmende Mittagssonne zum Bleiben ein. Der Liebenberger See fließt in die alte Löcknitz ab, die sich ab Kienbaum durch eine sumpfige Niederung schlängelt. Dem Besucher Kienbaums mag es also freigestellt bleiben, ob er am See das Ziel seiner Suche nach Frische und Erholung erreicht hat, oder ob das Gewässer zum Ausgangspunkt einer fortgesetzten Landpartie in die Grünheider Wald- und Seenlandschaft wird. ()