Köthener See - Freizeittipps - Go Berlin

In Köthen, südlich des Städtchens Märkisch Buchholz, beginnen der Naturpark der Dahme-Heideseen und das von der UNESCO geschützte Biosphärenreservat Spreewald, zu dem auch das hier beschriebene Gewässer gehört. Der Weg dorthin führt auf einer schmalen Teerstraße zunächst durch einen Kiefernwald und die kleine Bungalowsiedlung Neuköthen. Daran schließt sich der alte Dorfkern an. Am schönen Dorfanger, an dem sich auch die beiden Gaststätten des Ortes befinden, endet die befestigte Straße, und beinahe unvermittelt präsentiert sich hier der größte der sieben Heideseen – der Köthener See. Er wird von einem dichten Schilfgürtel umschlossen, den nur an wenigen Stellen die Zugänge versteckt gelegener Seegrundstücke unterbrechen. Von der Badestelle des Dorfes aus hat man einen schönen Ausblick über die bewaldete Sanderlandschaft, in die der etwa drei Kilometer lange See eingebettet ist. Zum typischen Bild gehören auch die langbeinigen Fischreiher, die auf einer kleinen Insel beheimatet sind. Da der Strand auch im Sommer oft nicht mehr als 50 Besucher zählt, ist die Atmosphäre hier freundlich und familiär. Das Wasser des Sees wird von einem Nebenarm der Spree gespeist und fließt anschließend in die Dahme ein. Durch diese künstliche Verbindung treffen sich die Wasserläufe der beiden märkischen Schwesternflüsse hier bereits „inoffiziell“, bevor sie dann 50 Kilometer weiter am Schloss Köpenick ineinander münden. Hinter dem Dorf Köthen ragen im Süden die steilen Endmoränenhügel der Krausnicker Berge (144 m) auf. Sechs weitere, kleinere Heideseen – der Pickersee, Triftsee, Mittelsee, Schwanensee, Märchensee und Großer Wehrigsee – verstecken sich im ausgedehnten Mischwald des Hügellandes. Sie entdeckt man am besten zu Fuß oder per Fahrrad. Ausgeschilderte Wanderwege beginnen an der Dorfstraße Köthen. Ihre Bezeichnungen weisen zugleich auf den Seenreichtum der Region oder die Lage Köthens als Tor zum Unterspreewald hin. ()