Hellsee - Freizeittipps - Go Berlin

Wie ein großer Stern streben vier Straßen auf die Lanker Kirche zu, doch statt sich in der Mitte des Ortes zu kreuzen, berühren sie einander dann doch nur flüchtig. Nicht weit entfernt verbirgt sich hinter bröckelndem Gemäuer das mühsam seinem Verfall standhaltende Schloss Lanke. Vom Grün alter Bäume umwuchert, wartet das um 1858 von Eduard von Knoblauch im Stil der französischen Renaissance gestaltete Bauwerk auf bessere Tage. Unter den Grafen von Redern war Lanke das größte Gut der Region, und sein von Lenné gestalteter Park verband wie kein zweiter Architektur, Wasser und Landschaft. Dazu gehörte auch der Hellsee unweit des Dorfes, der sich dank naher Konkurrenz, vor allem des weitaus beliebteren Liepnitzsees, bis heute der Aufmerksamkeit größerer Menschenmassen zu entziehen vermochte. Von Schilf und alten Buchen begleitet, versteckt sich sein schmaler Schwung in einem langen Talkessel, dem so genannten „Höllengrund“, den vor tausenden von Jahren die Schmelzwässer der ausgehenden Eiszeit in die Landschaft gruben. Ein beschilderter Waldweg führt vom Restaurant Bellevue zum See. Nach circa fünfhundert Metern gelangt man so zum Ziel, das einst den Mittelpunkt der Parkanlage bildete. Waldige Steilhänge und feuchte Gründe boten damals den herrschaftlich gehaltenen Hirschen ein naturnahes Gehege. Geblieben ist von all dem ein Wanderweg, der sich über weite Strecken kaum einen Meter von den Ufern des Sees entfernt. Einmal führt er an einem kreisförmigen Teich vorbei – hier befand sich zu Zeiten Lennés ein Bassin, aus dem fröhlich eine Fontäne sprudelte. Am östlichen Uferzipfel läuft das Hellmühlenfließ in den See ein, dessen Strömung noch immer die Wasserräder der schon 1347 erwähnten Hellmühle antreibt. All jene, die die Sehnsucht nach windstillen Stunden und unbewegtem Wasser aus der Stadt heraustreibt, finden am Hellsee den idealen Ort. ()