Helenesee - Freizeittipps - Go Berlin

Nahezu unvermutet breitet sich der Helenesee in den Kiefernmischwäldern aus, die südlich an die Lebuser Hochfläche grenzen. Obgleich in unmittelbarer Nähe zum Oderfluss und zur Schlaube, speist sich der See allein aus dem Grundwasser. Entstanden ist er ab 1959 aus einer riesigen ehemaligen Sandhalde, in der zuvor 30 Jahre lang Braunkohle abgetragen wurde. Bis zu 70 Meter tief hatten sich die Abraumbagger ins Erdreich gegraben. Nachdem die Vorkommen ausgeschöpft waren, begann Anfang der sechziger Jahre die Renaturierung des ehemaligen Tagebaus zu einem großen Badesee. Das einlaufende Wasser verwandelte die erstarrte Mondlandschaft binnen weniger Jahre in ein einzigartiges Erholungsgebiet. Es entstanden über einen Kilometer lange hellsandige Strände und großzügige Sport- und Spielanlagen. 250 Hektar Wasserfläche bedecken heute den einstigen Kohlekrater, und die Sichttiefe reicht bis zu acht Metern. Der Helenesee zählt zu den klarsten Gewässern in Brandenburg und wurde zu einem beliebten Revier für Tauchsportler. Die Wasseroberfläche dagegen gehört den Badegästen, Seglern und Paddelbooten. Motorenlärm ist verboten, einzig die Rettungsaufsichten und ein Bootsverleih beanspruchen das Vorrecht auf einen schnellen Antrieb. So genießt der See nicht zu Unrecht seinen Ruf als „kleine Ostsee“. Und ganz gleich, ob man ihn zum ersten Mal besucht oder treuer Dauergast ist – der Anblick der weiten weißen Sandstrände vor dem dunklen Kiefernband der Wälder bleibt beeindruckend. Die Westseite des Sees, das nördlich gelegene Hauptufer, sowie einige Abschnitte des Ostufers werden seit einigen Jahren von der Helene-See-AG bewirtschaftet. Ein uferbegeleitender Zaun, der nur gegen Eintritt durchschritten werden kann, schließt zwei große öffentliche Badeanstalten, eine Bungalowsiedlung und einen Dauerzeltplatz ein. Der als FKK-Strand ausgewiesene Abschnitt am Westufer wurde zwar ebenfalls saniert, der betonharte Sand und sich ausbreitende Kräuter beeinträchtigen die Strandqualität jedoch erheblich. Anhänger nudistischer Badefreuden weichen daher auf den Oststrand aus. (zitty)