Großer Zechliner See - Freizeittipps - Go Berlin

An die steilen Ufer des Schwarzen Sees schmiegt sich die Ortschaft Flecken Zechlin. Ihren miniaturstädtischen Charakter verdankt sie den Mönchen des Zisterzienserklosters Doberan, die hier im 13. Jahrhundert siedelten. Auch die brandenburgischen Kurfürsten, angefangen im 16. Jahrhundert mit Johann Georg, wussten die Lage des Ortes zu schätzen und erkoren Flecken Zechlin zur Residenz. Heute beschwert ein über der lieblichen Kulisse des Ortes fremd anmutendes Schulgebäude die Grundmauern, auf denen sich einst der klösterliche Wirtschaftshof und später das barocke Sommerschloss erhoben. Zum Ziel von Sommerfrischlern entwickelte sich Flecken Zechlin seit den 1920er Jahren. Sogar eine Bahnverbindung nach Berlin existierte, die jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg demontiert wurde. Seit den 1950er Jahren stand der Ort dann ganz im Zeichen des FDGB-Tourismus; der Zusammenbruch der DDR bedeutete jedoch das Ende des Massenandrangs. Heute bieten Ausflugslokale mit Biergarten und gediegene Gaststätten Kulinarisch-Deftiges für Durchreisende und länger Verweilende. Der suchende Blick nach einer Badestelle um den runden und von steil bewaldeten Hängen oder kleinen Parzellen eingefassten Schwarzen See bleibt jedoch unbelohnt. Das Rätsel löst sich erst mit dem Verlauf des schmalen Wasserdurchstichs auf der gegenüberliegenden Seeseite auf: Nach dreihundert Metern öffnet sich die kanalartige Verengung zum Großen Zechliner See, dessen Wasserfläche sich in die hier vorherrschende Waldlandschaft ausbreitet. Am Nordufer lugen einige Zeltplatzbungalows durch die grüne Kulisse, die jedoch den Blick auf den scheinbar unberührten See nicht trüben. Dichte Baumkronen und steile Böschungen verbergen die ansteigende Feldlandschaft hinter dem unbebauten Südufer des Sees, wo sich die öffentliche, zu Flecken Zechlin gehörende Wiesenbadestelle befindet. Das Wasser ist sehr sauber, und der familienfreundliche Badestrand bietet auch Ruhesuchenden ein schattiges Plätzchen. ()