Grosser Bukowsee & Üdersee - Freizeittipps - Go Berlin

Durch die Autobahntrasse zwischen Berlin und Prenzlau wurde der Große Bukowsee von seinen einst mit ihm verbundenen Nachbarn, dem Kleinen Bukowsee und dem Üdersee, getrennt. Seine Name leitet sich vom slawischen Wort „buk“ für Buche ab, die noch heute seine Hänge beschatten. Von der Autobahn einmal abgesehen, liegt der 54 Hektar messende Große Bukowsee abgeschieden in landschaftlich reizvoller Gegend am östlichen Ausklang der Schorfheide. Sein Wasserspiegel erhebt sich 35 Meter über Meeresniveau, seine größte Tiefe liegt bei 24 Metern. Größere Ortschaften gibt es keine – selbst das Dorf Buckow bleibt in weiterer Entfernung zum Seeufer. Die bauchige Wasserfläche bleibt ganz der Natur überlassen und wird nur von den waldigen Hängen und einer lieblich gewellten Feld- und Wiesenlandschaft umgeben, in deren terrassenartigen Senken sich mehrere Wasserpfühle wie kleine Badewannen aneinander reihen. Eine offizielle Badestelle gibt es an den teilweise unter Naturschutz stehenden Ufern nicht. Dennoch verrät ein ausgetretener Trampelpfad hinter der Umzäunung der Tankstelle „Bukowsee-Ost“, dass gestresste Autofahrer ihre Pause auch dazu nutzen, um im klaren Seewasser ein erfrischendes Bad zu nehmen. Hinter der gegenüberliegenden Raststätte „Bukowsee-West“ verbirgt sich der Üdersee, der geschützt von ufernaher Bewaldung still in einer tieferen Kesselrinne liegt. Sein schmaler, etwa 400 Meter breiter Wasserarm beginnt einen Kilometer südlich des Dorfes Werbellin und windet sich durch den Mischwald der Üderheide über fünf Kilometer hinweg bis nahe an den Oder-Havel-Kanal. Unter den dichten Baumkronen, die seine Ufer im Südosten und Westen beschirmen, verbirgt sich ein Sammelsurium eingezäunter Wochenendbungalows, deren Bewohner hier die Abgeschiedenheit der für Tagesbesucher schwer zugänglichen Uferabschnitte genießen. Zwei öffentliche (und gebührenpflichtige) Badestellen lassen sich nach gezielter Suche dennoch aufspüren: Die eine gehört zu dem am südlichen Zipfel des Sees gelegenen Campingplatz. Wenige Meter von dem kleinen Parkplatz und dessen Eingang entfernt, öffnet sich der Uferwald vor einem großen, seicht abfallenden Sandstrand. Man kann dort Ruderboote leihen, baden oder Beachvolleyball spielen. Der zweite, sehr empfehlenswerte Strand gehört zum Areal der „Familienerholungsstätte NaturFreundehaus“. Sein von alten Bäumen eingerahmtes Rund liegt auf einem Landsporn, der beinahe inselartig ins Blau des Sees hineinragt. Von hier aus kann man weite Ausblicke über den flussartig gewundenen See genießen. Von der Sonne beschienene Plätze wechseln sich mit schattigen Flecken ab und laden zum Bleiben ein. Die Berliner NaturFreunde erwarben das parkartige Gelände bereits 1927. Nach Enteignung und Krieg war die Feriensiedlung seit den 1950er Jahren nur den Mitgliedern und Angestellten der DDR-Partei-Führung vorbehalten, bis die Anlage 1992 wieder an die ersten Besitzer rückübertragen wurde. Zur Ausstattung dieser einladenden Anlage gehören ein öffentliches Restaurant im Haupthaus, ein erhöht liegender Imbiss mit Spielplatz und Blick auf den See sowie die gepflegte Badewiese mit kleiner Steganlage und Bootsverleih. Das Naturgefühl wird durch diese Einrichtungen jedoch in keiner Weise gestört. ()