Große Lanke See - Freizeittipps - Go Berlin

Zwischen Neulöwenberg und Liebenberg liegt der Große Lanke See in einer nicht sehr ausgedehnten, aber scharf gewellten Hügellandschaft. Hinter dichtem Mischwald versteckt, verströmt der Kesselsee einen diskreten Charme, dem auch die nahe Bundesstraße nichts anhaben kann. Auf kommerziellen Strandbetrieb ist er nicht eingerichtet, Besuch aber jederzeit willkommen. Nischenartig verteilen sich sandige oder mit Gras bewachsene Strandplätze um die Ufer. Das klare Seewasser lädt sowohl zu einem erfrischenden Bad als auch – je nach Saison – zum (Eis-)Angeln ein. Weder bewirtschaftete Badestellen noch der Ansturm vieler Besucher beeinträchtigen die Ruhe des runden Gewässers, das seinen Reiz zu keiner Jahreszeit einbüßt. Kleinere Mischwaldböschungen, feuchte Niederungen und ein stellenweise seichtes Schilfufer bewahren den ursprünglichen Charakter dieses märkischen Kleinods. Eine Seeumrundung – inklusive der tropfenförmig ins Wasser ragenden Halbinsel – dauert nicht länger als eine Stunde und kann trotz zweier Zaunbegrenzungen vollendet werden, da die Eigentümer des höher gelegenen herrschaftlichen „Seehauses“ freien Durchgang gewähren. Direkt am Ufer befindet sich der kleine Seepavillon, der dem Restaurant des Hotels angeschlossen ist. Das jagdsitzartige Anwesen gehört zu dem etwa eineinhalb Kilometer entfernten Liebenberger Schloss, welches Fontane in seinen „Wanderungen“ so liebevoll porträtierte. Als Gutsdorf erstmals urkundlich erwähnt, wurde „Liwenberg“ im Jahre 1269, die eigentliche Anlage von Schloss und Gut Liebenberg entstand aber erst im 15. Jahrhundert. Nach mehrmaligem Umbau erhielt das Schloss 1743 seine bis heute erhaltene barocke Prägung. Der einstige Schlosspark wurde nach Plänen von Lenné in einen Landschaftspark umgestaltet. Das weitläufige Areal versammelt heute moderne Skulpturen und empfiehlt sich, vor oder nach einem Ausflug zum See, für einen Spaziergang. Das „Lindenhaus“ beherbergt ein Restaurant und entstand Anfang des 18. Jahrhunderts als so genanntes Myrtenhaus. Im benachbarten Teehaus, 1875/76 im Barockstil errichtet, befindet sich ein kleines Museum. Zu der sehenswerten Anlage gehören außerdem die Feldsteinkirche mit der Familiengruft der märkischen Adelsfamilie von Bredow sowie eine Kapelle. Auch Kaiser Wilhelm II. weilte des Öfteren mit seinen Jagdgesellschaften im Liebenberger Schloss, da die Wälder der Umgebung einst für ihren Wildreichtum bekannt waren. Ob „Seehaus“ oder „Schloss“ – beide Anwesen sind Etablissements gehobenen Stils, die, mit Café- und Restaurant-Betrieb, jeden Besuch, ob Ausflügler oder Dauergast, freundlich empfangen, und denen das Lob zufällt, den See und dessen naturbelassenen Charakter nicht zu vereinnahmen. Jenen Besuchern, die es geheimnisvoll mögen, sei ein zehnminütiger Waldspaziergang vom Großen Lankesee zum benachbarten Kleinen Lankesee – mit Naturbadestelle – empfohlen, dessen Lage beinahe verschwiegen zu nennen ist. ()