Görnsee - Freizeittipps - Go Berlin

Abseits der Seenkette zwischen Lehnin und Rietz liegt wie verloren der Görnsee, der von manchen Brandenburgern auch der Grebser See genannt wird. Sein Rund wird von einem schmalen Waldsaum und einem dichten Schilfgürtel eingefasst, aus denen die schnatternden Laute brütender Seevögel tönen. Die beiden See umschließenden Pflanzenwälle aus Erlen, Birken und Röhricht bilden Refugien für Kraniche, Graugänse sowie verschiedene Kleinstreptilien. Nur an einer Stelle öffnet sich der Natursaum zu einer großen baumlosen Wiese. Dicht an der Verbindungsstraße (B 102) zwischen den beiden Dörfern Prützke und Grebs gelegen, ist diese seichte Rasenmatte auf lehrreichen Tafeln als ökologische Naturbadestelle ausgewiesen. Eine waldige und wallartige Erhöhung schirmt den See von der ihn beinahe streifenden Autobahntraße ab und vermag das Dauergebrumm nicht abreißender Motorkarawanen teilweise zu schlucken. Durch das Fehlen von Parkplätzen und Service-Einrichtungen wird der See nicht zum Treffpunkt größerer Besuchergemeinschaften, die ein buntes Badeleben entfalten. Die Badestelle bietet sowohl die Gelegenheit für eine Rast am Seeufer als auch für eine Erfrischung im sauberen Seewasser, lässt aber schattenwerfende Baumkronen vermissen. Ein befestigter Naturwander- und Radweg begleitet das Ufer nach Prützke, wo er sich nördlich in die Bruchniederungen der Havel und weiter westwärts zum kleinen Naturschutzgebiet um den Fichtenberg (59 Meter) verzweigt. Das dem See nächstgelegene Dorf Grebs bietet seinen Besuchern neben einer Dorfgaststätte auch die Besichtigung eines museal konservierten Dreiseitenhofes an, der neben einer Dauerausstellung zum „Leben unserer Großeltern“ auch Gegenstände zur Holzpantinenherstellung beherbergt. Letztere war einst ein wichtiger Nebenerwerb für die ansonsten von der Landwirtschaft lebenden märkischen Bauern dieser Gegend. ()