Fährsee - Freizeittipps - Go Berlin

Buchtenreiche, teilweise hügelig aufsteigende Waldufer und kleine versumpfte Inseln prägen den Charakter dieses viel gliedrigen Gewässers am Templiner Seenkreuz. Eine wie ein doppelter Tropfen aussehende Halbinsel trennt optisch einen größeren Abschnitt, den Fährsee, von einem kleineren, dem Zaarsee. Insgesamt ist der See mit 204 Hektar das flächenmäßig größte Gewässer oberhalb der Templiner Schleuse. Wo heute Kanuwanderer das Wasser durchziehen, herrschte bis 1806 ein reger Floß- und Schiffsverkehr. Im Zuge des 1745 von Friedrich II. initiierten Baus des Templiner Kanals wurde auch das natürliche Fließ in den vormals sumpfigen Niederungen zwischen Lübbesee und Zaarsee durch den so genannten „Alten Kanal“ ersetzt. So gelangten die mit Getreide und Holz befrachteten Kähne von der Uckermark über den Templiner und den Röddelinsee bis zur Havel und von dort aus bis zu den Häfen am Meer. Mit dem neu ausgebauten Finowkanal verlor der Wasserweg an Bedeutung – und Templin eine wichtige Einnahmequelle. Die Badestelle des Zaarsees befindet sich an seinem Südufer und wurde noch vor einigen Jahren als Aalaussatzstelle genutzt. Die ruhige Atmosphäre des Wiesenstrands zwischen Ahrensnest und Seehof bleibt trotz seiner unmittelbaren Nähe zu der Verbindungsstraße zwischen der B109 und Templin bewahrt. Zwei weitere Badeplätze liegen in der Westbucht des Fährsees. Ein kleiner Badeplatz versteckt sich unter der dichten Uferbewaldung vor dem modernen Anwesen des Hotels „Fährkrug“. Hier gibt es auch einen Bootsverleih. Wanderwege führen entlang des Ufers in den vier Kilometer entfernten Ort Templin und zum Templiner Stadtsee, der ebenfalls über ein Strandbad verfügt. Wer jedoch länger am Ufer des Fährsees verweilen möchte, dem sei die Badestelle des Naturcampingplatzes gegenüber dem „Fährkrug“ empfohlen. Auch an der Nordseite des Sees gibt es einen schönen Strand am Fuße des 73 Meter hohen Silberbergs. ()