Brodowinsee - Freizeittipps - Go Berlin

In der von Wiesen bewachsenen Hügellandschaft zwischen Chorin und Parstein verflüchtigt sich das hektische Treiben Berlins nur noch zu einer fernen Erinnerung. Hier liegt der kleine Ort Brodowin, der vor allem als Ökodorf bekannt geworden ist. Kaum ein Berliner Biomarkt, auf dem nicht biologisch kontrolliertes Obst und Gemüse von einem der Brodowiner Höfe angeboten wird. Trotz dieses Seenreichtums ist es allerdings zunächst nicht einfach, eine zugängliche Badestelle zu finden. Der am Ortseingang gelegene Weiße See wird vollständig von Schilf und Uferbäumen eingesäumt und steht nur den Besitzern der Gärten offen, die hier bis ans Wasser reichen. Andere Gewässer, wie etwa die beiden Plageseen, befinden sich im Prozess fortschreitender Verlandung und bieten zwar Sumpf liebenden Pflanzen und Tieren einen Platz. Ansonsten aber werden nur stille Naturbeobachter hier ihre Freude haben. Der eigentliche Brodowinsee liegt am Ende des Dorfes. Ein Hohlweg neben der Friedhofsmauer endet nach etwa 100 Metern an der Dorfbadestelle, deren Reiz ihre versteckte Lage und Naturbelassenheit ausmacht. Eine steil abschüssige Wiese endet an der Uferkante, ein brüchiger alter Steg begleitet die ersten Wassermeter. Obgleich von eher kleinerem Ausmaß, ist der See recht unübersichtlich in zwei Hälften gegliedert und erinnert in seinen Umrissen an die Gestalt eines Vogels mit ausgebreiteten Schwingen. Eine erhöhte Halbinsel schiebt sich gleichsam zwischen beide Wasserflügel. Der „Gotteswerder“ genannte Landbuckel bot einst bronzezeitlichen Siedlern Schutz und wurde zur Keimzelle des späteren Brodowin, das 1258 erstmals urkundlich erwähnt wird. „Brod“ bedeutet „Furt“. Später verlagerte sich die Ortsmitte an die Stelle der heutigen Kirche, deren roter Backsteinturm hinter der spiegelnden Wasserfläche aufragt. ()