Breitlingsee - Freizeittipps - Go Berlin

Dort, wo die Havel und die Plane in den Breitlingsee münden, beginnt die Brandenburger Seenlandschaft als ein verzweigter Perlenanhang mehrerer Seen „am blauen Band der Havel“. So bezeichnet der Name Breitlingsee nur ein Areal des von Buchten, weit in die Seemitte ragenden Halbinseln und von bewaldeten Werdern durchsetzten Gewässerquartetts, dessen eigentliche Ausmaße erst mit dem Möserschen, dem Plauer und dem Wendsee, vollständig benannt sind. Viele Brandenburger Havelstädter verbinden mit dem Breitlingsee die Malge, einem von der Stadt gut erreichbaren Campingplatz im bewaldeten Strandabschnitt am südöstlichen Seeufer. Das Seewasser gilt als geprüft sauber, wenn es auch nicht klar ist. Ein von Geologen in den See eingelassener Bohrkern bewies, dass der Breitling schon vor 6000 Jahren ein ähnlich trübes Wasser führte wie der Berliner Müggelsee in unseren Tagen. An der Malge reihen sich nordwärts über zwei Kilometer verstreut wilde Badestellen mit größeren und kleineren Sandstränden vor schattenspendenden Bäumen aneinander. Die Badenischen lassen sich auf einem begleitenden Waldweg spaziergängerisch erreichen. Begeisterte der Nacktbadekultur leitet ein Wegweiser vom Parkplatz zum FKK-Strand. Die Beliebtheit des Waldufers ist jedoch nicht den Schwankungen des Wetters oder dem Wechsel der Jahreszeiten unterworfen, da sich hier – neben dem Zeltplatz – das traditionelle Ausflugslokal mit Biergarten und Steganlage befindet, das ungeachtet wechselnder Bewirtschaftung und neuer Namensgebung nicht anders als die „Malge“ genannt wird. Ob sich diese Bezeichnung von einer Goldmünze aus dem niederländischen Raum herleitet, bleibt ungewiss, allerdings lassen sich Zeit und Geld im Garten dieser Restauration vor der Silhouette gleichsam treibender Kleininseln und schwimmender Segelboote vergessen, bis die Abend- sonne hinter der Kranichinsel und dem Buhnenwerder abtaucht. ()