Bauernsee - Freizeittipps - Go Berlin

Die sieben Seen von Dobbrikow bergen ein kleines Geheimnis. Denn wer sie sucht, wird nur sechs von ihnen finden. Wie eine Perle liegt das Dorf Dobbrikow eingelassen in der Niederung von Nuthe und Nieplitz. Der Turm der alten Feldsteinkirche bestimmt die Silhouette des Ortes, unmittelbar dahinter erstreckt sich der erste und größte der sieben, der Bauernsee. Schon die Äbte des nahen Klosters Zinna ließen ihn im 13. Jahrhundert seiner reichen Fischgründe wegen unter ihren Besitz stellen. Leider ist das schöne Gewässer heute allein den Anglern vorbehalten. Zum Baden geht es an die vom Schilf eingefasste Badestelle des etwas kleineren Vordersees, der die Verbindung zwischen Bauernsee und Hintersee bildet. Etwas abseits vom Dorf liegt im Wald versteckt das klare Wasser des Glienicksees rund fünf Hektar groß und bis zu zehn Metern tief. Der Sandstrand der Badestelle kann nur gegen Gebühr genutzt werden. Er ist Teil eines Campingplatzes, den seine saisonalen Bewohner liebevoll „Perle im Süden Berlins“ nennen. Eine kleine Wanderung führt schließlich zu dem von Schwingmoorwiesen umschlossenen Teufelssee. Über das hügelig bewaldete Areal verteilen sich sieben Berge, als deren höchster sich mit 85 Metern der Weinberg über seine Umgebung erhebt. Der sechste der Seen, der Stabelsee, ist kein Badesee. Er liegt am Rande des Dorfes, wo feuchte Niederungen sein Oval vom benachbarten Bauernsee trennen. Das Rätsel um die Lage des siebten Sees löst sich hinter dem östlichen Dorfrand, wo einst der Baasee lag. Zwischen 1928 und 1930 trocken gelegt, ließen Staumaßnahmen aus jüngster Zeit wieder eine zarte Wasserfläche entstehen, die Dobbrikow vielleicht schon bald seine Mitte zwischen sieben Bergen und sieben Seen zurückgibt. ()