Brasserie Colette - Frankreich - Go Berlin

Tim Raue hat eine Neue. Colette heißt die Schönheit. Kleinteiliger Mosaikboden, hohe Weinregale, Wandbänke mit Kuschelkissen. Der junge Service trägt olivgrüne Kittelschürzen auf Schwarz. Kurzum, schöner und moderner könnte die jüngst eröffnete Edel-Brasserie des Sternekochs nicht sein. Die Karte liest sich wie in Frankreich: Salat Nizza, Rindertatar, Zwiebelsuppe, gebratene Blutwurst, Confit de Canard und Steak frites. Vorspeisen kosten von 6 bis 18 Euro, Fisch und Fleisch zwischen 18 und 28 Euro – die gehobenen Preise wecken Erwartungen. Wir nehmen den Klassiker, Steak frites: wie bestellt medium-rare, mit Fritten in einer an Fish & Chips erinnernden, französischen Zeitungstüte. Nicht streichholzdünn wie das Original, sondern dicke Dinger, mit der sich die sehr zitronige Sauce béarnaise dippen lässt. Bestimmt viermal unterbricht der Service, wenn auch sehr freundlich, ob es denn schmecke. Was es durchaus tut, jedoch noch nicht die Begeisterung hervorruft, die andere, vibrierende Brasserien auslösen. (zitty)