Mutoskop-Atelier - Berühmte Drehorte - Go Berlin

Entstanden in der Anfangszeit der Filmgeschichte die Aufnahmen zunächst in Dachateliers der Berliner Innenstadt, leitete 1904 der Bau des Glasgebäudes im Villenvorort Lankwitz die Professionalisierung der Filmproduktionsstätten und zugleich ihren Umzug an den Stadtrand ein. So wurden Weißensee, Woltersdorf/Rüdersdorf, Babelsberg und auch Steglitz zu den Filmzentren der Pionierzeit. In der 700 Quadratmeter großen Halle der Mutoskop- und Biograph GmbH in der Zietenstraße wurden etwa 500 Filme abgedreht, darunter auch der bekannte Monumentalfilm „Theodor Körner“ (1912). Das Gebäude selbst überdauerte die Zeit jedoch nicht. Bereits mit der rasanten Entwicklung des Tonfilms Ende der 1920er-Jahre konnte die technische Ausrüstung nicht mehr mithalten. Bei einem Luftangriff 1943 wurde das mittlerweile zur Großgarage umfunktionierte Haus letztlich komplett zerstört. (GO.Berlin)