Glienicker Brücke - Berühmte Drehorte - Go Berlin

Seit der Zeit des Kalten Krieges beflügelt die Glienicker Brücke, die Potsdam und Berlin miteinander verbindet, die Fantasien von Autoren und Filmemachern. Der Grund: Zwischen 1962 und 1986 kam es auf der Havelüberquerung zu insgesamt drei spektakulären Austauschaktionen von Agenten zwischen der Sowjetunion und der USA, denn die Potsdamer Westseite gehörte zur DDR, wohingegen die Ostseite schon West-Berliner Territorium war. Filmische Ehren wurden der Brücke im Flüchtlingsdrama „Finale in Berlin“ aus dem Jahr 1966 (u.a. mit Michael Caine) zuteil. Im Film zu sehen ist allerdings die Swinemünder Brücke im Wedding, die der Glienicker Brücke sehr ähnelt. Der damalige Kunstgriff verwundert wenig, war doch das Original zu DDR-Zeiten für den zivilen Grenzverkehr und so auch für Filmaufnahmen komplett gesperrt. Im November 2014 wurde die Brücke erneut für den Durchgangsverkehr geschlossen, allerdings nur für ein paar Tage. Hollywood-Legende Steven Spielberg höchstpersönlich hatte Schuld, da er seinen Spionagethriller „Bridge of Spies“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle an den Originalschauplatz verlegte. Erzählt wird die Geschichte des ersten Agentenaustauschs von 1962. Der Filmtitel nimmt Bezug auf den Beinamen der legendären Stahlträgerkonstruktion, die bis heute Agentenbrücke genannt wird. (GO.Berlin)