Fag Film- bzw. Lixie-Atelier - Berühmte Drehorte - Go Berlin

Die frühere Bedeutung des 1914 errichteten Ateliergebäudes in der Liebermannstraße 24-28 (früher Franz Josef-Straße 9-12) lässt sich heute nur erahnen. Hier, mitten in Weißensee, entstand im Spätsommer 1919 einer der berühmtesten deutschen Stummfilme, „Das Cabinet des Dr. Caligari“. Aufgenommen wurde Robert Wienes expressionistischer Klassiker im Fag Film-Atelier, wobei häufig auch das später an derselben Adresse untergebrachte Lixie-Atelier als Drehort genannt wird. Im benachbarten Greenbaum-Film-Atelier in der Franz Josef-Straße 5-7 setzte sich Joe May mit dem Historienfilm „Veritas vincit“ (1919), der u.a. auch auf dem Areal der Trab- und späteren Radrennbahn Weißensee in Szene gesetzt wurde, ein Denkmal. Was längst in Vergessenheit geraten sein dürfte: Weißensee war in den 1920er-Jahren ein Zentrum der Filmindustrie. Bekannte Studios gab es neben den Film-Ateliers in der Franz Josef-Straße auch in der Lindenstraße 32-34 (Vitascope-Atelier) und in der Markgrafenstraße 94, heute 77 (Mutoskop-Atelier). In Weißensee inszenierte zudem Fritz Lang seinen ersten, bis heute verschollenen Film „Halbblut“ (1919), drehte die spätere Hollywood-Diva Marlene Dietrich zu Beginn ihrer Filmkarriere „Tragödie der Liebe“ (1923) und setzte Regisseur G.W. Pabst die Ufa-Produktion „Geheimnisse einer Seele“ (1926) um. (GO.Berlin)