DEFA-Filmstudio Johannisthal (ehemals Jofa/Tobis-Atelier) - Berühmte Drehorte - Go Berlin

Mit seinem Meisterwerk „Nosferatu, eine Symphonie des Grauens“ läutete Friedrich Wilhelm Murnau 1922 gleich ein ganzes Genre der Filmkunst ein: den Horrorfilm. Unheimlich, fast schon dämonisch gelingt es darin Ufa-Legende Max Schreck, die Titelfigur Graf Orlock (Nosferatu) nach dem literarischen Vorbild von Bram Stokers „Dracula“ zu interpretieren. Berühmt geworden sind vor allem die gespenstisch wirkenden Außenaufnahmen im Hafen von Wismar und an der Arwaburg in den slowakischen Karpaten. Das Johannisthaler Filmanstalt (Jofa-Atelier) hingegen nutzte Murnau für Szenen, die innerhalb von Gebäuden spielen. Auch zu DDR-Zeiten wurde in den Studios im Treptower Ortsteil Kinogeschichte geschrieben. Mit dem Kassenschlager „Heißer Sommer“ (1968) sowie der für den Oscar nominierten Romanverfilmung „Jakob der Lügner“ (1974) entstanden hier zwei der bekanntesten DEFA-Spielfilme. Zudem produzierte in Johannisthal auch das DDR-Fernsehen. Im 1952 der DEFA übereigneten Studio für Synchronisation wurden überdies über 7000 ausländische Filme synchronisiert. (GO.Berlin)